Lokal-Sport
07.02.2002
Karlheinz Musch lief Rennen seines Lebens
Echzeller gönnten sich Mararthon-Erlebnis der besonderen Art

NIDDA (pd). Ein Erlebnis der besonderen Art gönnten sich drei Wannkopfläufer, zwei Walkerinnen und drei Begleitpersonen des TV Echzell mit dem Start beim „21. China Coast Marathon“ in der Nähe von Hongkong. Die Marathon-Strecke lag etwa 25 Kilometer nordöstlich von Kowloon am Eingang des „Sai Kung Country Parks“ in Pak Tam Chung. Eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die es aber in sich hatte: Einen ultraschweren Marathon-Lauf mit über 1000 Höhenmetern galt es zu überwinden, vom Parkeingang zum „High Island Reservoir“, dem Wasserspeicher Hongkongs, fast bis zur chinesischen Grenze und entlang der Küste des südchinesischen Meeres. Der Lauf gehört zu den zehn schwersten Marathon-Läufen der Welt (im Buch der 100 schönsten Marathonsstrecken der Welt auf Platz neun). Die Bestzeit liegt seit etlichen Jahren bei 2:38:40 Stunden.

Nur 125 Starter (und 101 Finisher) wollten sich den schweren Kurs „gönnen“. Man war also „unter sich“, denn auch Zuschauer konnte man so weit vor den Toren Hongkongs kaum erwarten. Dafür war die Organisation erstklassig: Genügend Wasser- und Verpflegungsstellen, die von Soldaten der chinesischen Armee betreut wurden, warteten auf die Läufer. Alle Teilnehmer blieben etwa 30 bis 45 Minuten hinter ihren „normalen“ Zeit zurück. Nur sieben Läufer blieben unter drei Stunden, weitere 38 unter vier Stunden. Der Letzte kam nach 6:23:30 Stunden ins Ziel.

Völlig überraschend lief Karlheinz Musch das Rennen seines Lebens. Mit der Zeit von 3:51:23 landete er auf Gesamtplatz 37 und wurde damit zweiter der Altersklasse „M50“. Er wurde unmittelbar nach dem Rennen bei der Siegerehrung vom Race-Director Roberto De Vido mit einem Pokal ausgezeichnet. Michael Vogel belegte mit 4:36:39 Stunden Gesamtplatz 76 und wurde 16. in der Altersklasse „M45“. Er kam damit seinem Ziel, in allen fünf Kontinenten einen Marathonlauf zu absolvieren, ein gutes Stück näher: Asien war bereits der vierte Kontinent.

Erwin Groth lief 4:38:24 Stunden und erreichte damit Gesamtplatz 78 (Platz fünf in der Altersklasse „M55“). Sieger der Herren wurde Chug Yan Kwei (China), der für die schwere Strecke 2:24:40 Stunden benötigte. Bei den Damen triumphierte die auch international bekannte Catherine Leonhard (USA) in 3:37:18 Stunden. Im Halbmarathon waren die beiden Echzeller Starterinnen die einzigen „Walkerinnen“ im Rennen und erreichten beide sehr achtbare Zeiten. Sigrid Schmitt belegte mit 2:59:41 Stunden Platz 190 (Platz drei Damen „45“), Heidi Vogel lief mit 2:59:59 auf Platz 191 (Platz vier Damen „45“).