NIDDA (pd). Ein Erlebnis der besonderen Art gönnten sich drei
Wannkopfläufer, zwei Walkerinnen und drei Begleitpersonen des
TV Echzell mit dem Start beim „21. China Coast Marathon“ in der
Nähe von Hongkong. Die Marathon-Strecke lag etwa 25 Kilometer
nordöstlich von Kowloon am Eingang des „Sai Kung Country Parks“
in Pak Tam Chung. Eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die
es aber in sich hatte: Einen ultraschweren Marathon-Lauf mit über
1000 Höhenmetern galt es zu überwinden, vom Parkeingang zum „High
Island Reservoir“, dem Wasserspeicher Hongkongs, fast bis zur
chinesischen Grenze und entlang der Küste des südchinesischen Meeres.
Der Lauf gehört zu den zehn schwersten Marathon-Läufen der
Welt (im Buch der 100 schönsten Marathonsstrecken der Welt auf
Platz neun). Die Bestzeit liegt seit etlichen Jahren bei 2:38:40 Stunden.
Nur 125 Starter (und 101 Finisher) wollten sich den schweren Kurs „gönnen“.
Man war also „unter sich“, denn auch Zuschauer konnte man so weit vor den
Toren Hongkongs kaum erwarten. Dafür war die Organisation erstklassig:
Genügend Wasser- und Verpflegungsstellen, die von Soldaten der
chinesischen Armee betreut wurden, warteten auf die Läufer. Alle
Teilnehmer blieben etwa 30 bis 45 Minuten hinter ihren „normalen“ Zeit
zurück. Nur sieben Läufer blieben unter drei Stunden, weitere 38 unter
vier Stunden. Der Letzte kam nach 6:23:30 Stunden ins Ziel.
Völlig überraschend lief Karlheinz Musch das Rennen seines Lebens.
Mit der Zeit von 3:51:23 landete er auf Gesamtplatz 37 und wurde damit
zweiter der Altersklasse „M50“. Er wurde unmittelbar nach dem Rennen bei
der Siegerehrung vom Race-Director Roberto De Vido mit einem Pokal ausgezeichnet.
Michael Vogel belegte mit 4:36:39 Stunden Gesamtplatz 76 und wurde 16. in der
Altersklasse „M45“. Er kam damit seinem Ziel, in allen fünf Kontinenten einen
Marathonlauf zu absolvieren, ein gutes Stück näher: Asien war bereits der vierte Kontinent.
Erwin Groth lief 4:38:24 Stunden und erreichte damit Gesamtplatz 78
(Platz fünf in der Altersklasse „M55“). Sieger der Herren wurde
Chug Yan Kwei (China), der für die schwere Strecke 2:24:40 Stunden
benötigte. Bei den Damen triumphierte die auch international bekannte
Catherine Leonhard (USA) in 3:37:18 Stunden. Im Halbmarathon waren die
beiden Echzeller Starterinnen die einzigen „Walkerinnen“ im Rennen und
erreichten beide sehr achtbare Zeiten. Sigrid Schmitt belegte mit 2:59:41
Stunden Platz 190 (Platz drei Damen „45“), Heidi Vogel lief mit 2:59:59
auf Platz 191 (Platz vier Damen „45“).
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